Das Traumfresserchen

Author: Michael Ende

Premiere: 26.11.2014

Regie: Rita Sucharda-Sydor, Erika Bahl

 

Unter der sorgfältigen und erfindungsreichen Regie von Erika Bahl und Rita Sucharda-Sydor lassen die Schauspielerinnen und Schauspieler der Dillenburger Theatergruppe Dellerlecker e.V. die Zuschauer in eine märchenhafte Welt mit fantastischen Masken und Kostümen, einer gelungen Lichtregie und ganz viel Musik eintauchen.

Volles Haus konnten die „Dellerlecker“ zur Premiere am Samstagabend vermelden. Alle waren gekommen, um zu erleben wie wichtig ein guter Schlaf ist.

Inhalt

Denn im Königreich Schlummerland, wo sich die abenteuerliche Geschichte um das Traumfresserchen zuträgt, kann nur der die Krone erlangen, der das am besten kann. Schließlich haben die Bürger einen guten Schlaf zur obersten Tugend erklärt.

Wie die Prinzessin auf der Erbse mümmelt sich Prinzessin Schlafittchen in ihrem Bett, gewärmt von großen und kleinen Kissen, die sich zu Mozartklängen fürs Nachtlager noch einmal ausgeschüttelt haben. Der König und die Königin gemahnen die Prinzessin jede Nacht an ihre Pflicht, dem Schlafen nachzugehen.

Doch wie in jedem Märchen, so auch in dem von Michael Ende, folgt der Hinweis auf etwas Verbotenes, dem natürlich die Versuchung auf dem Fuße folgt. Prinzessin Schlafittchen schleicht sich in den von finsteren Träumen bevölkerten Keller und scheucht zur „Tritsch Tratsch Polka“ das hässliche Traumfresserchen auf. Und schon ist der schönste Kladderadatsch da, denn die Prinzessin schickt dieses ans Ende aller Erden, weil ihre Eltern ihr verboten haben, mit etwas Hässlichem zu spielen.

Von nun an geht es im Schlummerland bergab. Alpträume plagen die Prinzessin. Die Bürger, die um den guten Schlaf des Königshauses fürchten, rebellieren. Die „Schlummerland Nachrichten“ berichten, dass die beliebte Königstochter aus nicht näher genannten Gründen den Schlaf verweigert: „Was sagt der Palast zu diesen Anschuldigungen? Kann das Königshaus überhaupt noch regiert werden?“

Derweil begibt sich der König auf eine lange und abenteuerliche Suche nach dem Traumfresserchen, das nichts lieber macht, als sich von schlechten Träumen zu ernähren. Man muss es nur einladen. Während er Wüsten und Wälder durchstreift, exotischen Tieren und unheimlichen Weiden begegnet, versucht sich im Palast eine Schar windiger Quacksalber an der Heilung der Prinzessin: „Die bösen Träume kommen aus dem Magen“, erklärt man, und singt und tanzt zum Lied „Bazillus Nullus“ ums Bett des schlaflosen Schlafittchens.

Später findet der König schließlich das Traumfresserchen, das sich mit Hilfe einer Zauberformel ins königliche Schlafgemach beamt, wo es zum Mutmachlied „Hab nur Mut, es wird alles wieder gut“, die bösen Träume mit einem satten Rülpser verputzt.

 

Ensemble und Team