Seminar: Praktische Dramaturgie und Szenenentwicklung durch Improvisationen

– Ein Seminar unter der Leitung von Markus Herlyn –

vom 10. – 12.06.2016

Die Jugendherberge im beschaulichen Lauterbach hatten einige begeisterte Brettspieler für ein Wochenende gewählt, um sich gemeinsam ihrer Leidenschaft zu widmen. Doch ihre erstaunten Blicke beim Anblick zwölf Erwachsener, die sich im Sonnenschein auf der Terrasse um die eigene Achse drehten und danach versuchten, ihr Gleichgewicht wiederzufinden, bewiesen, dass ein Warm-Up fürs Theater spannender sein kann, als „Catan“ zu besiedeln.

Gruppenbild_Improseminar„Praktische Dramaturgie und Szenenentwicklung durch Improvisationen“ – so lautete der etwas sperrige Titel des Seminars. Für alle, die sich davon nicht abschrecken ließen und sich einfach in die Hände des wunderbaren Markus Herlyn begaben, folgte ein tolles Wochenende. Von unseren Dellerleckern wagten sich Dorothea, Marcel, Claus und Adriana an das abstrakt klingende Thema.

Schon der Freitagabend brachte die ersten gemeinsamen Textarbeiten, von „Hamlet“ über „Die Möwe“ bis zu „Sechs Personen suchen einen Autor“. Alle, die bei der Vorabsendung der Texte dachten, dass es auch mal etwas moderner zugehen dürfte, wurden schnell eines Besseren belehrt.

Markus kombinierte den theaterwissenschaftlichen Hintergrund mit der Entwicklung des Themas „Theater auf dem Theater“ so interessant, dass eine Menge an Informationen so verständlich floss, wie es kein Lehrer besser hinbekommen hätte.

Am Samstag folgte dann nach einem intensiven Warm-Up der Einstieg in das eigentliche Thema. Immer wieder stand dabei die Idee „Theater im Theater“ im Mittelpunkt.

Nach einigen kurzen Szenen an besonderen Orten begann das spannende Entwickeln einer eigenen Szene, die dann mit Wunschbesetzung aus der Gruppe gespielt wurde. So wurden Szenenentwicklung, Regie und Schauspiel gleichermaßen erprobt.

Intensive und vor allem sehr offene, konstruktive Gespräche über Verbesserungsmöglichkeiten folgten, bei denen die gesamte Gruppe aktiv mitwirkte. So konnten für ausgewählte Szenen die weiteren Schritte erarbeitet werden, um Dramaturgie, Spannungsbögen, Rollen und alles, was sonst dazu gehört, weiter auszuarbeiten.

Was sich so theoretisch und etwas abstrakt anhören mag, war eine intensive, spannende und vor allem gemeinsame Arbeit, die richtig Spaß gemacht hat und durch die jeder Einzelne eine Menge für sich zur persönlichen Umsetzung mitnehmen konnte.

 

Ein großer Dank gilt der gesamten Gruppe, die mit einer tollen und freundschaftlichen Atmosphäre sowohl bei der Arbeit als auch in den späten Abend hinein zu einem rundum gelungenen Wochenende beigetragen hat.

 

 

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